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Marktwirtschaftliche Kritik
Kurz nachdem Rage Against the Machine sich zusammenfanden, nahmen sie in Heimarbeit ein eine Demokasette mit 12 Songs auf, die sie zusätzlich eigenständig unter das Volk brachten. Durch dieses Demo wurden viele Musikfirmen auf die Band aufmerksam und wollten sie unter Vertrag nehmen, Rage entscheid sich jedoch letztendlich für Epic Records. Stimmen wurden laut, die der Band vorwarfen, dass diese sich dadurch aktiv gegen alternative Lables ausgesprochen hätten. Vor allem Redakteure des Londoner alternativen Indie und Rock'n Roll Labels Melody Maker?, das im Vergleich zu den 1970er Jahren zu diesem Zeitpunkt kaum mehr Platten verkaufte, kritisierten die Band.
Kritiker versuchten zum Ausdruck zu bringen, dass der Niedergang vieler alternativer Musiklabels direkt mit Vertragsannahme bei Epic, einer Subgruppe von Sony Records, in Verbindung steht. Sie fanden es heuchlerisch wie Rage musikalisch und politisch sich solidarisch zu linken Anlässen verhällt, ja sie sogar in ihren Texten heraufbeschwört, während alternative Labels um das Überleben kämpften. Andere fanden das Verhalten der Band unglaubwürdig und die soziale politisch Schiene auf der Rage fährt nur ein modisches und der Zeit angepasstest Mittel zum Zweck um möglichst viele Alben zu verkaufen.
Tom Morello fand die Kritik an seiner Band künstlich von der musikalischen Klatschpresse aufgewiegelt und brachte in dieser Diskussion einige Gegenargumente. Zum einen wurde Rage von vielen Labels angeschrieben, die die Message von Rage nicht verstanden und grundsätzlich nur an dem Interesse und der Begeisterung die die Band hervorrief, interessiert waren. Epic dagegen war mit Allem wonach Rage fragte einverstanden und war es auch bis zum Ende. Für Morello gab es nie einen Konflikt mit dem Label so lange die Band die Kontrolle über die Gestaltung ihrer Musik behalten darf.
Ein weiterer Grund ist Rages marktpolitische Wahrnehmung der Gesellschaft: In einer kapitalistischen Gesellschaft funktioniert der Informationsfluss eben nur über kapitalistische Kanäle. "Würde Noam Chomsky sich gestört fühlen, wenn seine Werke bei Barnes & Noble verkauft werden? Nein, denn dort kaufen die Leute eben ihre Bücher!" argumentierte Morello.
Rage war nicht daran interessiert nur Musik für die alternativen Zuhörer zu machen oder nur auf anarchistischen oder sozialistischen Konzerten zu spielen, sondern wollte jede Person weltweit mit einer revolutionären Funke berühren.