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1968 wurde in Minneapolis das American Indian Movement (AIM) gegründet, eine Widerstandsbewegung, die sich gegen die Unterdrückung der Indianer durch die Weißen zur Wehr setzte. Nach der Aufsehen erregenden Besetzung der ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz schloss sich Peltier der Widerstandsbewegung an. Am 8. März 1970 besetzte er mit anderen Aktivisten das leerstehende Fort Lawton bei Seattle. Die Besetzung endete mit der Inhaftierung der Beteiligten. Später wurde das Fort jedoch den Indianern übergeben und dort ein kulturelles Zentrum eingerichtet.
1972 nahm Peltier am Marsch der gebrochenen Verträge ("Trail of broken Treaties") nach Washington D.C. teil. Nachdem BIA-Beamte ihr Versprechen - den Ältesten Unterkünfte zu besorgen - nicht eingehalten hatten, besetzten die AIM-Mitglieder das BIA-Gebäude. Bei der Besetzung agierte Peltier als Sicherheitschef.

Leornard Peltier
In den 1970er-Jahre herrschten in der Pine-Ridge-Reservation in South Dakota bürgerkriegsähnliche Zustände, die, je nach Quelle, 60 bis 300 Indianern das Leben kosteten. Die Lakota-Indianer der Reservation riefen das AIM zur Hilfe, um sich gegen paramilitärische Truppen und FBI-Agenten zu schützen. Neben anderen leistete Leonard Peltier dem Hilferuf Folge. Am 26. Juni 1975 wurden bei einer Schießerei zwei FBI-Agenten und ein Indianer getötet. Peltier floh nach Kanada und wurde später als Mörder der beiden FBI-Agenten festgenommen; der Tod des Indianers wurde bis heute nie untersucht.
Es folgte ein sehr umstrittenes Gerichtsverfahren. Bald zeichnete sich ab, dass die US-amerikanische Justiz keine Beweise gegen Peltier hatte. Trotzdem wurde er 1977 für schuldig befunden und wegen Mordes zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt. Leonard Peltier gilt bei Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International, Incomindios Schweiz oder der Gesellschaft für bedrohte Völker als politischer Häftling. Nebst Menschenrechtsorganisationen und Institutionen wie der EU fordern über 25 Millionen Menschen, bisher erfolglos, seine Freilassung, darunter Persönlichkeiten wie Nelson Mandela, Rigoberta Menchú und der Dalai Lama. Seine Anwälte durchliefen sämtliche Instanzen des amerikanischen Rechtssystems; Peltier sitzt nach 28 Jahren jedoch noch immer in Haft.
Obwohl in den USA viele Indianer als politische Häftlinge angesehen werden, Peltier also ursprünglich nur einer unter vielen war, entwickelte er sich zu einem panindianischen Anführer und Hoffnungsträger, der bereits zweimal (1992 und 2004) für den Friedensnobelpreis nominiert wurde sowie als Kandidat der "Peace and Freedom Party" vom Gefängnis aus zur US-Präsidentschaftswahl 2004 antrat. Dennoch gilt Peltier Regierungsstellen wie ehedem als Schwerstkrimineller und wurde im Juni 2005 zunächst zu sechswöchiger Einzelhaft nach Terre Haute und schließlich ins Hochsicherheitsgefängnis Lewisburg verbracht, nachdem seinem vorheriger Aufenthaltsort, der Anstalt Leavenworth, ihr Hochsicherheitsstatus aberkannt wurde.
Quelle: wikipedia
Rage und Peltier
Vor allem der Song Freedom ist über und für Peltier geschrieben. Im Video zu Freedom wird der Fall Peltier mit Bildern erklärt und am Ende sieht man ein Foto von Peltier mit dem Schriftzug "justice has not been done". In einer Aktion des Radio Free L.A. konnte Tom Morello Leonard Peltier kurz interviewen: Tom Interviews Leonard Peltier
Infos:
http://www.freepeltier.org/
http://dispatch.opac.ddb.de/DB=4.1/REL?PPN=12168945X
http://andi-wagner.de/peltier.htm
Leonard Peltier Defense Committee
PO Box 583
Lawrence, KS 66044
913.842.5774
email: lpdc@idir.net
http://www.unicom.net/peltier/index.html